Computerspiele präsentieren Auto Tuning als Spielbaustein
Doch spätestens mit Gran Turismo auf der Playstation One wurde ein Game präsentiert, das auch abseits der Rennstrecke richtig Laune machte. Erstmals konnte man wirklich im umfangreichen Stil das eigene Auto aufrüsten und mit entsprechenden Maßnahmen und Bauteilen versehen.
Das Game erzeugte eine durchweg positive Resonanz und so dauerte es nicht lange, ehe mit Gran Turismo 2 noch einmal eine kräftige Kelle nachgeschüttet wurde. Dort konnte dann virtuelles Auto-Tuning im ganz großen Stil betrieben werden. Gewichtsreduzierungen, Sportverkleidung, Gelenkwellen aus Kohlenfaserstoff, verbesserte Schwungscheiben, Slicks, sportliche Auspuffe, Chip Tuning etc. … Man konnte aus einem gebrauchten Honda Civic plötzlich eine aufgetunte Rakete im sportlichen 80er Jahre Retro-Look machen. Da lachte das Herz des Motorsport Fans!
Dadurch wurden in Sachen Software Gaming neue Maßstäbe gesetzt. Heute ist es in vielen Rennspielen möglich, das eigene Auto Tuning aufzurüsten. Das Tuning der Fahrzeuge ist stellenweise zu einem gleichwertigen Baustein wie die Action auf den Rennpisten geworden, wenn es um den Spaßfaktor dieser Spiele geht. Wo einst die Gran Turismo Reihe den Anfang machte, ist heute eine umfangreiche Tuning-Funktion in etlichen namhaften Titeln Usus. So zum Beispiel in der ebenfalls sehr renommierten Need for Speed Reihe, die sich stark am Vorbild von Straßenrennen im Stile von “The Fast and the Furiest“ orientiert. Demgegenüber hat Gran Turismo mehr den Charakter von “richtigen“ Rennen auf entsprechenden offiziellen Rennstrecken und erinnert stellenweise an Tourenwagen.
Heute ist das Tuning als bereicherndes Element in den Rennspielen kaum noch wegzudenken. Denn es ermöglicht vor allem vom optischen Aspekt her einzigartige Fahrzeuge zu erstellen, die mächtig was unter der Haube haben – wodurch die entsprechenden Games gerade noch einmal so viel Spaß machen.
